Leuchtturmprojekt «Innovations- und Technologiezentrum» der Oblamatik in Betrieb genommen

Ein grosser Moment für unsere Kundin Oblamatik: Die 80-köpfige Firma ist nach einer zweijährigen Bauphase in ihr neues Gebäude, das Innovations- und Technologiezentrum auf dem Churer Rossboden, eingezogen. Für die ganzheitliche Entwicklung, Gestaltung und Realisierung wurden wir als Generalplaner im Februar 2016 ins Boot geholt. 

 

Anlässlich der Medienorientierung am 2. Oktober 2019 sagte Roland Obrist, CEO der Oblamatik: «Heute, 20 Monate nach Baubeginn und pünktlich zum 20-jährigen Firmenjubiläum, ziehen wir in eines der modernsten Gebäude der Schweiz ein. Mit allem, was das Ingenieursherz begehrt. Ein Meilenstein, der uns in Euphorie versetzt».

 

Der Neubau ist vom Bund als energetisch einzigartiges Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden und bietet eine innovationsfördernde Arbeitsumgebung für über 100 Mitarbeitende.

 

 

Eine Arbeitswelt, so wohnlich wie zu Hause

Faktisch benötigte Oblamatik Platz für 100 Mitarbeitende, für Forschung & Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Doch mit neuen Räumen allein ist die Arbeit noch lange nicht getan. Damit Innovation entstehen kann, braucht es Kreativität. Die wiederum braucht einen entspannten Geist. Darum war es bei der Konzeption des Gebäudes wichtig, dass sich die Mitarbeitenden in ihrer Umgebung wohl fühlen. Das Innovations- und Technologiezentrum bietet verschiedene Arbeits- und Erholungszonen. Konkret sind das: ruhige Einzel- und Teamarbeitsplätze, Begegnungs- und Ruheräume, eine Bibliothek, ein Workout Room und das Restaurant Allegra. Das Materialkonzept mit viel Holz, Glas und Sichtbeton sorgt für eine wohnliche, natürliche und warme Atmosphäre. «Chum hei go schaffa» diente als Leitbild bei der Konzeption. So soll es sich für die Mitarbeitenden der Oblamatik anfühlen, wenn sie das Gebäude betreten. Das Hauptziel dieser neuen Oblamatik-Arbeitswelt ist es, die Kommunikation und die Zusammenarbeit zu fördern.

 

 

Vom Bund ausgezeichnete Ökologie und Ergonomie

Das Gebäude verfügt über ein in der Schweiz einzigartiges Heiz- und Kühlkonzept. Das Bundesamt für Energie fördert den Neubau deshalb als Leuchtturmprojekt. Auch das Institut für Solartechnik SPF zeigt Interesse und begleitet den Bau und den Betrieb wissenschaftlich. Der Kanton Graubünden anerkennt das Innovations- und Technologiezentrum als «Neubau mit Vorbildcharakter». Neben der grösstmöglichen Behaglichkeit für die Mitarbeitenden (thermisch, akustisch und ästhetisch) erreicht das Gebäude die höchste Energieeffizienz und erfüllt den Minergie-P Standard.

 

Effiziente Gebäudestruktur

Die sparsame Stahlbeton-Skelettbauweise mit roh belassenen Sichtbeton-Rippendecken sorgt für eine optimale Wärmespeicherfähigkeit und eine hohe thermische Trägheit. Damit ist das Gebäude in der Lage, solare und interne Wärmegewinne optimal zu nutzen. Hohlraumböden ermöglichen die Verteilung aller Medien auf den Geschossen und garantieren eine hohe Flexibilität für zukünftige betriebliche Anpassungen. Unbehandelte Materialien wie Beton, Glas und Holz erzeugen ein gesundes Raumklima.

 

Intelligente Haustechnik

Das Gebäude versorgt sich grösstenteils selbst mit Energie und dämmt Wärme innerhalb der Baumasse ausserordentlich effizient. Eine PVT-Kollektoranlage, die sowohl für die Heizung wie auch für die Kühlung verwendet wird, eine thermisch-aktivierte Fundamentplatte und ein Freecooling-System dienen als Vorlage für ein neuartiges Energiekonzept, mit dem das effiziente Heizen und Kühlen mit mehreren, erneuerbaren Energiequellen möglich wird. Die Wärme- und Kälteabgabe im Gebäude geschieht über Deckensegel. Automatische Fensterantriebe an der Fassade, automatisch öffnende Türen und zwei Abzugsturbinen über dem zentralen Lichthof ermöglichen einen kompletten Luftaustausch innerhalb des Gebäudes in nur sieben Minuten.

 

Tag der offenen Tür am 26. Oktober 2019

Die Türen des Innovations- und Technologiezentrums stehen am 26. Oktober 2019 von 11.30 bis 17.00 Uhr für Interessierte offen. Die Informationen dazu stehen auf der Website von Oblamatik bereit.

 

 

Fotos: Ingo Rasp, Chur 

Fanzun AG

Architekten Ingenieure Berater: Als Generalplanerin mit Standorten in Chur, Samedan, Scuol, Zürich, Bern und St. Gallen verfügt die Fanzun AG über mehr als 50 Jahre Erfahrung im Bauwesen. Das Portfolio des Unternehmens besteht aus anspruchsvollen Projekten in den Bereichen Tourismus, Gewerbe, Infrastruktur- und Wohnungsbau. Dass sich darunter auch einige preisgekrönte Bauten finden, liegt an der ganzheitlichen Herangehensweise von Fanzun. Über 80 Generalisten und Spezialisten vereinen ihr Wissen und bieten die gesamte Palette an Bau- und Immobiliendienstleistungen auf hohen Niveau an – von der strategischen Planung und Beratung über die Gestaltung und die Energiekonzeption bis hin zum Baumanagement.

 

Kontakt

Fanzun AG – Architekten Ingenieure Berater

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