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In Zürich-Nord entsteht ein Ort, an dem Schwimmen, Eislaufen und Rasensport zusammenfinden. Das aktuelle Hallenbad Oerlikon, die Kunsteisbahn und die Rasensportanlage Neudorf stossen an ihre Grenzen: Die Bevölkerung wächst und immer mehr Menschen treiben Sport. Der Ersatzneubau bringt Wasser-, Eis- und Rasensport unter ein Dach und erweitert die Sportflächen um 76 Prozent, obwohl nur wenig Fläche neu überbaut wird.
Wasser, Eis und Rasen an einem Ort
Das neue Hauptgebäude bietet rund 60 Prozent mehr Wasserfläche. Im wettkampftauglichen 50-Meter-Becken trainieren Vereine, in den Freizeit- und Kinderbecken spielen Familien und zwei Lehrschwimmbecken dienen dem Schulschwimmen. Eine Sprungturmanlage und ein Sommerbad runden das Angebot ab. Dazu kommen zwei Eissporthallen, die ganzjährig offen stehen, ein öffentliches Gastronomieangebot und der Werkhof von Grün Stadt Zürich.
Auf dem Dach des Hauptgebäudes liegt ein Rasensportfeld. Insgesamt stehen künftig sieben Felder zur Verfügung, drei nördlich und vier südlich der Wallisellenstrasse. Südlich der Strasse entsteht auch das neue Garderobengebäude.
Wärme im Kreislauf
Besonders ist der Umgang mit Energie. Amstein + Walthert AG und Coex Kälteplanung AG haben dafür ein Konzept entwickelt, in dem die Wärme in einem grösstenteils geschlossenen Kreislauf zirkuliert und im Gebäude mehrfach genutzt wird. Das Sportzentrum nutzt dafür die Abwärme aus der Eisproduktion. Die Kombination aus Schwimmbad und Eisbahn schafft dafür ideale Voraussetzungen. Die Energiespeichertürme prägen die Fassade und halten überschüssige Wärme für später zurück. So gleichen sie Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage aus. Zugleich tragen sie das Gebäude und dienen als Fluchtwege. Im Sommer, wenn keine Abwärme anfällt, arbeitet die Kältemaschine als Wärmepumpe und füllt die Speicher mit Strom aus der Photovoltaikanlage auf den Dächern von Haupt- und Garderobengebäude. Berechnungen zeigen, dass sich so der gesamte Wärmebedarf decken lässt und das Zentrum wärmetechnisch autark betrieben werden kann.
Bauen bei laufendem Betrieb
Das Projekt entsteht in Etappen und bei laufendem Betrieb. Hallenbad und Kunsteisbahn bleiben bis zur Fertigstellung der jeweiligen Bauetappen in Nutzung. Erst danach werden sie zurückgebaut. Die Bauzeit reicht von 2027 bis 2036. Das verlangt einen sorgfältig geplanten Bauablauf, eine durchdachte Logistik und eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten. Hier bringen wir unsere Erfahrung aus komplexen Projekten im Bestand und im Betrieb ein. Wir realisieren das Baumanagement gemeinsam mit der HSSP AG, die die Gesamtleitung übernimmt. Beim Brandschutz denken wir das Sicherheitskonzept von Beginn an mit, auch für die einzelnen Bauphasen im Betrieb. Die Architektur stammt von Boltshauser Architekten AG.
Wir danken dem Amt für Hochbauten für das Vertrauen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der HSSP AG und Boltshauser Architekten AG.
Architekten Ingenieure Berater: Unsere Teams in Chur, Zürich und Engadin setzen sich nicht nur aus Experten zusammen, die ihre jeweiligen Fachgebiete beherrschen. Sie sind vor allem Menschen, die das Gespür fürs Ganze haben, die vorausschauen und immer den Überblick behalten. Mit mehr als 140 Architekten, Ingenieuren und Berater ist es unsere Stärke, disziplinübergreifend und ganzheitlich zu denken und zu handeln. Ob in der Hotellerie und im Tourismus, in der Industrie und im Gewerbe, in der Infrastruktur oder im Wohnungsbau – wir sind der Gesamtplaner, der sich stets dafür einsetzt, dass Sie als Kund:in genau das Ergebnis erhalten, das Sie sich wünschen und das Ihre Vision widerspiegelt.
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