Bodmerbrücke, Chur

Im Auftrag der Stadt Chur wird die bestehende Bodmerbrücke, welche die Altstadt mit dem Quartier Bodmer verbindet, ersetzt. Die engen Termin- und Platzverhältnisse sowie die Vorgaben der RhB setzen komplexe Rahmenbedingungen für die Projektierung und Ausführung der neuen Plattenbrücke.



Ausgangslage & Idee

Die aus dem Jahre 1963 stammende Brücke genügte knapp den Anforderungen der gültigen Baunormen. In den letzten Jahren wurde die Konstruktion durch Umwelteinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Brückenoberbau sollte neu erstellt und dabei auf insgesamt 8.50m nutzbare Breite ausgebaut werden. Die Lasten wurden gemäss den aktuellen Normen angesetzt.

Lösungsansatz

Die Installationsplattform unter der bestehenden Brücke diente sowohl dem Abbruch als auch als Lehrgerüst für den Bau der neuen Brücke. Als Verstärkung des rechtsufrigen Widerlagers wurden Mikropfähle verwendet. Um die Deformationen zu minimieren und die Schlankheit zu erhöhen wurde die die Brücke in Längsrichtung vorgespannt.

Herausforderung

Die knappe Installationsfläche und der intensive Verkehr im städtischen Umfeld liessen einen Rückbau des rechtsufrigen Widerlagers nur teilweise zu. Wichtig war es, den Betrieb der RhB-Linie auf ein Minimum einzuschränken. In die zwei Nischen unter der Brücke wurden bestehende und zukünftige Werkleitungen integriert. Die neue Brücke kann höhere Lasten tragen und weist grössere Brückenabmessungen auf. 

Keyfacts

Bauherr: Tiefbauamt der Stadt Chur
Fertigstellung: 2018
Projektart: Ersatzneubau
Projektverfasser: Fanzun AG
Baukosten: CHF 1.4 Mio
Leistungsumfang: Bauingenieurwesen


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